Altenburger schlemmern beim
ersten Streetfood-Festival


Zum ersten Streetfood-Festival versammelten die Altenburger Destillerie & Liqueurfabrik zahlreiche Streetfood-Köche aus ganz Deutschland in der Skatstadt. Die Einwohner ließen es sich schmecken: Ungewöhnliche Speisen sorgten für volle Mägen und zufriedene Gesichter.

Altenburg. Wer zum ersten Streetfood-Festival in der Skatstadt kam, der brauchte zwei Dinge: einen leeren Magen und eine volle Geldbörse. Denn bei all den kulinarischen Köstlichkeiten, die an diesem Wochenende auf dem Firmengelände der Altenburger Destillerie & Liqueurfabrik angeboten wurden, musste man sich beinahe schämen, wenn man nur zwei oder drei Gerichte verdrückte.

„Summerbreeze“ - Sommerbrise – nannte sich die von den örtlichen Alkohol-Spezialisten organisierte Veranstaltung, die beinahe ein kleiner Flop zu werden drohte. Denn bis zum Nachmittag hielt sich der Besucherstrom noch in Grenzen. Auch Michael Brandt, hauptverantwortlicher Organisator und Eventmanager der Destillerie, machte sich anfangs Sorgen. Die aber verflogen spätestens, als am frühen Abend weitere Bänke aufgestellt werden mussten, weil es immer voller wurde.

Doch was ist eigentlich „Streetfood“? „Essen aus einem rollenden Fahrzeug, das nicht alltäglich, sondern unkonventionell ist.“ So beschreibt es Maximilian Müller, der vor einem Jahr „My Hot Bag“ gegründet hat. Der Altenburger versorgt die Kunden an seinem Truck mit frisch gebackenen Teigtaschen und – Achtung: Geheimtipp – frittierten Schokoriegeln. Ansonsten wurde das erste Summerbreeze seinem Namen vollends gerecht – zumindest, wenn man unter einer Sommerbrise den Geruch von Gegrilltem versteht. Denn was dominierte, war vor allem Fleisch in diversen Variationen. Am beliebtesten: Hamburger. Die gab es wahlweise traditionell mit Rind oder, wie bei „Fisch Art Street Food“, mit Garnelen und Speck. Das Berliner Unternehmen besteht seit zwei Jahren und ist bereits mit 13 mobilen Ständen europaweit vertreten. Zudem konnte man sich an Fisch sowie an Mutzbraten mit Barbecue-Note ergötzen. Oder am Foodtruck von Patrick Kroll, der extra aus Baden Baden angereist war. Der ehemalige Küchenchef eines Fünf-Sterne-Restaurants betreibt gemeinsam mit seinem Bruder seit 1. Juli den mobilen Imbiss „Krollinger’s“ und versorgt die Kundschaft mit Duroc-Schweinefleisch und Almochsen-Flanke, die er 27 Stunden auf niedriger Temperatur garen lässt. Für ihn zeichnet sich Streetfood durch „außergewöhnliche Gerichte, Frische und, am wichtigsten, Nachhaltigkeit aus“. Deshalb nutzt Kroll nur Zutaten aus einem Umkreis von 50 Kilometern sowie Besteck und Verpackungen aus biologisch abbaubarem Plastik.

Noch bis in die späten Abendstunden wurde am Anger geschlemmt und zur Musik von DJ Boofinger und Goulash Music gefeiert. Michael Brandt zeigte sich zufrieden: „In Ostdeutschland ist Streetfood noch nicht sehr weit verbreitet. Wir hoffen, die Szene mit diesem Festival in unserer Region populärer machen zu können.“ Das „Summerbreeze“ sei vor allem ein Liebhaberprojekt gewesen, „deshalb freue ich mich auch, dass die Altenburger es so gut annehmen. Wir sind zuversichtlich, dass das Summerbreeze im nächsten Jahr in die zweite Runde geht. Dann werden wir es wahrscheinlich auf den Marktplatz verlegen.“

- Christian Neffe, LVZ

Den vollen Artikel könnt ihr hier noch einmal nachlesen.